AGB / Allgemeine Geschäftsbedingungen

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Präambel

Frank Wissmann, Knigge Spirit, c/o Postflex #5944, Emsdettener Str. 10, 48268 Greven, Deutschland (nachfolgend: „Anbieter“), betreibt unter der Webadresse https://knigge-spirit.com (nachfolgend: „Plattform“) eine Online-Plattform zum Thema Achtsamkeitspraxis und Persönlichkeitsentwicklung. Die Plattform ist sowohl über die Webseite als auch über eine mobile App erreichbar.

Auf der Plattform werden den registrierten Nutzern (nachfolgend: „Nutzer“) digitale Dienste und Inhalte in Form von abrufbaren Videos, Online-Kursen, Live-Formaten sowie begleitenden Materialien und vergleichbaren Leistungen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus bietet der Anbieter Präsenzveranstaltungen (Workshops, Retreats, Kurse, Waldbaden), Coaching und Prozessbegleitung sowie den Verkauf von Waren über einen integrierten Shop an.

Die Leistungen dienen der persönlichen Inspiration, Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung, der Achtsamkeitspraxis sowie dem gemeinschaftlichen Austausch. Sie ersetzen insbesondere keine medizinische, psychologische, psychotherapeutische, steuerliche oder rechtliche Beratung, Diagnostik, Behandlung oder Betreuung.

Diese allgemeinen Geschäftsbedingungen sollen das Rechtsverhältnis zwischen dem Anbieter und dem jeweiligen Nutzer umfassend und auf verständliche Weise regeln.

 

Abschnitt A: Allgemeine Bestimmungen

§ 1 Geltungsbereich, Änderungen

1. Die nachfolgenden allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) regeln abschließend das Vertragsverhältnis zwischen dem Anbieter und dem jeweiligen Nutzer und gelten für die Nutzung der Inhalte und Funktionen der Plattform sowie für alle über die Plattform oder im Zusammenhang mit der Plattform geschlossenen Verträge, soweit nicht im Einzelfall etwas Abweichendes vereinbart ist. Sie gelten ausschließlich, entgegenstehende oder von diesen Geschäftsbedingungen abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter hat diesen im Einzelfall ausdrücklich zugestimmt.

2. Diese Bedingungen gelten sowohl gegenüber Verbrauchern als auch gegenüber Unternehmern. Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken vornimmt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer im Sinne dieser allgemeinen Geschäftsbedingungen ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei der Bestellung in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

3. Für Geschäftskunden (Unternehmer), die Leistungen im Rahmen von Firmenbuchungen, Inhouse-Trainings oder vergleichbaren Vereinbarungen beziehen, gelten ergänzend die besonderen Bestimmungen in Abschnitt B dieser AGB. Bei Widersprüchen zwischen Abschnitt A und Abschnitt B gehen die Bestimmungen des Abschnitts B vor.

4. Der Anbieter behält sich das Recht vor, diese Geschäftsbedingungen zu ändern, soweit dies zur Schließung nachträglich entstandener objektiver Regelungslücken, die sich aus einer Veränderung der Rechtslage ergeben (z. B. Gesetzesänderung, höchstrichterliche Rechtsprechung, technischer Anforderungen), sowie zur Regelung neuer angebotener Leistungen oder Leistungsmodalitäten erforderlich ist, ohne das bestehende Leistungs-/ Gegenleistungsgefüge wesentlich zu Lasten der Nutzer zu verändern. Hauptleistungspflichten (bisheriger Leistungsumfang, Vergütung) werden hierdurch nicht geändert. Änderungen werden in jedem Fall mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit einem Hinweis auf das Widerspruchsrecht sowie rechtliche Bedeutung und Folgen des Schweigens mitgeteilt. Änderungen, die den Nutzer nicht schlechter stellen oder zwingend rechtlich erforderlich sind, gelten als angenommen, wenn der Nutzer bis zum Inkrafttreten der geänderten Geschäftsbedingungen nicht widerspricht. In den übrigen Fällen und bei wesentlichen Änderungen, welche die Hauptleistungspflichten betreffen, ist die ausdrückliche Zustimmung des Nutzers erforderlich. Erteilt der Nutzer diese nicht, läuft der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort. Beide Parteien können den Vertrag jedoch zum geplanten Wirksamwerden der abgelehnten Änderung kündigen. Hierauf wird der Anbieter den Nutzer gesondert hinweisen.

5. Der Vertragsschluss findet in deutscher Sprache statt. Auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen und auf die unter Bezug auf diese allgemeinen Geschäftsbedingungen geschlossenen Verträge findet deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts Anwendung, sofern zwingende Verbraucherschutzvorschriften, die am jeweiligen Wohnsitz des Verbrauchers gelten, dadurch nicht berührt werden. Sofern der Vertragsschluss zusätzlich in einer anderen Sprache erfolgt, ist im Falle von Auslegungsschwierigkeiten oder Widersprüchen ausschließlich die deutsche Fassung der Vertragstexte maßgeblich.

6. Im Fall von Kollisionen innerhalb der Vertragsbeziehungen zwischen den Parteien soll folgende Rangfolge gelten:
a) individuelle Vereinbarungen
b) diese allgemeinen Geschäftsbedingungen
c) die gesetzlichen Regelungen.

 

§ 2 Vertragsgegenstand, Leistungsumfang, Leistungsort

1. Der Anbieter stellt den Nutzern auf der Plattform digitale Dienste und Inhalte zur Verfügung. Mögliche Vertragsgegenstände sind insbesondere
a) die kostenlose Zurverfügungstellung der Plattform und einzelner, ausgewählter kostenloser Inhalte,
b) die Zurverfügungstellung von kostenpflichtigen Inhalten und Abonnements,
c) Präsenzveranstaltungen, wie Workshops, Tages-Retreats, Kurse und Waldbaden
d) Coaching-Leistungen und Prozessbegleitung (online und in Präsenz)
e) Buchung von Inhouse-Trainings, Team-Workshops und vergleichbaren Angeboten („Firmenschulungen“) für Unternehmen („Geschäftskunden“) sowie
f) der Warenverkauf.

2. Die einzelnen Leistungsgegenstände sowie der Umfang der von dem Anbieter zu erbringenden Leistungen ergeben sich aus den Angaben in den jeweiligen Leistungsbeschreibungen vor Vertragsschluss, dem jeweiligen Angebot sowie den individuellen Vereinbarungen und/oder diesen allgemeinen Geschäftsbedingungen.

3. Der Webseitenbesucher kann sich auf der Webseite über die verschiedenen Angebote informieren. Für die Nutzung der Plattform sind eine Registrierung gemäß § 3 dieser Bedingungen und die Zustimmung zu diesen Geschäftsbedingungen erforderlich.

4. Bei den auf der Plattform bereitgestellten und buchbaren Angeboten (digitalen Inhalten oder Waren) handelt es sich – soweit sich nichts anderes aus der Leistungsbeschreibung oder diesen Bedingungen ergibt – um bindende Angebote zum Abschluss eines Vertrags. Der Nutzer kann die kostenpflichtige Leistung buchen, indem er die gewünschte Leistung auswählt, sie zum Warenkorb hinzufügt, den Bestellprozess durchläuft, bei dem er alle notwendigen Daten eingibt und die Zahlungsmodalität auswählt und den Button betätigt, welcher den Bestellvorgang abschließt.

5. Die Buchung einer Präsenzveranstaltung erfolgt in der Regel per E-Mail. Die Darstellung der Veranstaltungen auf der Plattform stellt kein verbindliches Angebot dar. Der Nutzer kann über die Plattform bei dem Anbieter ein verbindliches Angebot oder einen unverbindlichen Besprechungstermin anfragen. Der Vertrag kommt mit der Annahme eines individuellen Angebots des Anbieters durch den Nutzer zustande; die Annahme erfolgt mindestens in Textform. Weitere Details zum Leistungsumfang regelt § 4 dieser Bedingungen.

6. Der Anbieter bietet den Nutzern individuelle Coaching- und Prozessbegleitungsleistungen an. Coaching im Sinne dieser AGB ist eine professionelle Beratungs- und Begleitungsleistung, die der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung des Nutzers dient. Das Coaching stellt ausdrücklich keine Psychotherapie, medizinische Behandlung oder Heilbehandlung dar und ersetzt eine solche nicht. Ein bestimmter Erfolg wird durch das Coaching nicht geschuldet. Weitere Details zum Leistungsumfang regelt § 5 dieser Bedingungen.

7. Bei der direkten Bestellung über die Plattform werden der Vertragstext und diese AGB dem Nutzer nach der Bestellung per E‑Mail übersandt. Der Nutzer ist selbst dafür verantwortlich, die Vertragsdokumente dauerhaft zu sichern.

8. Der Anbieter beginnt mit der vereinbarten Leistung zu dem im jeweiligen Vertrag vereinbarten Zeitpunkt. Fristen verlängern sich automatisch um den Zeitraum, in dem der Anbieter unverschuldet an der Ausführung der Leistung gehindert ist. Dies ist insbesondere in Fällen von höherer Gewalt, Streik, Pandemien und Epidemien und mangelnder Mitwirkung des Nutzers i. S. d. § 8 dieser Geschäftsbedingungen gegeben.

9. Zwischen dem Anbieter und dem jeweiligen Nutzer wird der Nutzungsvertrag über die Nutzung der Plattform dadurch geschlossen, dass der Nutzer im Rahmen der Registrierung diesen Bedingungen zustimmt. Für den Nutzungsvertrag gilt das Folgende:
a) Der Anbieter stellt dem Nutzer für die Dauer des jeweiligen Vertrages die Plattform in der jeweils aktuellen Version über das Internet zur Nutzung zur Verfügung.
b) Im Rahmen des Nutzungsvertrags kann der Nutzer insbesondere auf die Plattform und die kostenlosen Leistungen des Anbieters zugreifen.
c) Der Anbieter schuldet nicht die dauerhafte Speicherung der Daten, die der Nutzer zur Erstellung seines Profils oder sonst im Rahmen der Plattformnutzung hochlädt. Der Anbieter stellt mit der Plattform kein Speichersystem für eine dauerhafte Speicherung von Daten zur Verfügung. Der Nutzer ist selbst für die Speicherung der durch ihn im Rahmen der Plattformnutzung erstellten Inhalte und Daten verantwortlich und sichert diese regelmäßig.
d) Der Anbieter stellt registrierten Nutzern auf der Plattform einen geschlossenen Bereich zum Austausch (Community) zur Verfügung.

10. Beim Vertragsschluss über kostenpflichtige digitale Leistungen gilt das Folgende:
a) Soweit verfügbar, können die Nutzer zwischen kostenpflichtigen Abonnements mit verschiedenen Laufzeiten wählen.
b) Die Freischaltung des Zugangs zu den kostenpflichtigen Inhalten erfolgt regelmäßig nach Zahlungsfreigabe durch den Zahlungsdienstleister.
c) Die Nutzung der Inhalte erfolgt in eigener Verantwortung des Nutzers. Auf § 8 Absatz 3 Buchst. e) dieser Bedingungen wird verwiesen.
d) Der Anbieter übernimmt keine Garantie oder Zusicherung eines bestimmten, vom Nutzer subjektiv angestrebten Lernfortschritts oder Lernerfolgs.
e) Beim Einzelkauf eines Online-Kurses erhält der Nutzer gegen Zahlung des vereinbarten Entgelts einen personenbezogenen, nicht übertragbaren Zugang zu dem gebuchten Kurs. Die Zugriffsdauer beträgt zwölf (12) Monate ab Freischaltung gemäß Buchst. b). Nach Ablauf dieser Frist erlischt der Zugriff automatisch, es sei denn es wurde vor Vertragsschluss ausdrücklich eine andere Zugriffsdauer für den jeweiligen Kurs vereinbart. Gesetzliche Mängelrechte des Nutzers bleiben unberührt.

11. Bei Kaufverträgen gilt wie folgt:
a) Die Versandkosten sowie die Lieferfristen ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot. Lieferzeitangaben sind jedoch unverbindlich, soweit sie nicht von dem Anbieter ausdrücklich zugesichert wurden. Teillieferungen sind zulässig, soweit sie dem Nutzer zumutbar sind.
b) Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung im Eigentum des Anbieters. Gegenüber Nutzern, die Unternehmer sind, behält sich der Anbieter darüber hinaus das Eigentum an der jeweiligen Ware bis zur vollständigen Bezahlung aller bestehenden Forderungen aus der laufenden Geschäftsbeziehung vor (erweiterter Eigentumsvorbehalt). Der Unternehmer ist befugt, die Ware im ordentlichen Geschäftsgang weiterzuveräußern; in diesem Fall tritt er bereits jetzt alle hieraus entstehenden Forderungen in Höhe des Rechnungsbetrages (inkl. Umsatzsteuer) an den Anbieter ab.
c) Der Anbieter ist berechtigt, von dem Vertrag zurückzutreten, soweit er trotz des vorherigen Abschlusses eines entsprechenden Einkaufsvertrages seinerseits den Leistungsgegenstand nicht erhält; die Verantwortlichkeit des Anbieters für Vorsatz oder Fahrlässigkeit bleibt unberührt. Der Anbieter wird in diesem Fall den Nutzer unverzüglich über die Nichtverfügbarkeit informieren und diesem eine bereits erbrachte Gegenleistung unverzüglich erstatten. Der Anbieter behält sich für diesen Fall vor, eine preislich und qualitativ gleichwertige Ware anzubieten, mit dem Ziel, einen neuen Vertrag über den Kauf der preislich und qualitativ gleichen Ware abzuschließen.
d) Wenn der Kunde Unternehmer ist, dann geht beim Versendungsverkauf die Gefahr bereits mit Übergabe an das Transportunternehmen auf den Unternehmer über. Bei Verbrauchern liegt der Gefahrübergang erst bei Übergabe der Ware an die Kunden vor.

12. Erziehungsberechtigte können Leistungen des Anbieters (insbesondere Kurse und Online-Kurse) für ihre minderjährigen Kinder buchen. In dem Fall gelten folgende Bestimmungen:
a) Vertragspartner des Anbieters ist ausschließlich der Erziehungsberechtigte. Dieser haftet für sämtliche Verpflichtungen aus dem Vertragsverhältnis.
b) Der Erziehungsberechtigte erhält nach der Buchung einen Einladungslink, den er an das minderjährige Kind weitergibt. Das Kind erstellt über den Einladungslink einen eigenen Nutzer-Account. Die Registrierung des Minderjährigen gilt als durch den Erziehungsberechtigten genehmigt.
c) Der Anbieter schuldet bei der Buchung einzelner Leistungen durch den Erziehungsberechtigten für einen Minderjährigen lediglich die Zurverfügungstellung der jeweils gebuchten Leistung. Die Bereitstellung eines Zugangs zur Community wird nicht geschuldet. Minderjährige sind von der Nutzung der Community ausgeschlossen.

13. Der Nutzer hat, im Hinblick auf die auf der Plattform bereitgestellten Inhalte, keinen Anspruch auf persönliche Betreuung, individuelle Beratung, Beantwortung von Fragen, Korrektur, Prüfung oder sonstige Lernerfolgskontrolle. Der Anbieter schuldet im Zusammenhang mit den zur Verfügung gestellten Inhalten und Leistungen keine systematische oder individuelle Überwachung des Lernfortschritts oder Lernerfolgs. Der Anbieter schuldet keine Beantwortung von individuellen Nachrichten, Kommentaren oder Anfragen innerhalb der Plattform. Die Community-Interaktionen des Anbieters erfolgen freiwillig; die Moderation dient der Einhaltung dieser AGB und etwaiger Verhaltensrichtlinien.

14. Alle vom Anbieter angebotene Leistungen, insbesondere die auf der Plattform bereitgestellten Inhalte, dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und stellen keine individuelle Beratung oder Betreuung dar. Der Nutzer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Inhalte keine medizinische, psychologische, rechtliche oder sonstige fachliche Beratung, Diagnostik, Behandlung oder Betreuung darstellen und diese auch nicht ersetzen können. Der Nutzer wird darauf hingewiesen, dass er bei gesundheitlichen Beschwerden stets einen Arzt oder Therapeuten konsultieren sollte.

15. Die von dem Anbieter bereitgestellten Inhalte zielen darauf ab, die individuellen Fähigkeiten und -Kenntnisse des Nutzers im Rahmen seiner persönlichen Weiterentwicklung zu fördern. Sie richten sich ausdrücklich nicht auf die Vermittlung von fachlichen oder beruflichen Qualifikationen jeglicher Art, einer Aus- oder Weiterbildung, auf den Erwerb zertifizierter Abschlüsse oder auf eine gezielte Vorbereitung auf berufliche Tätigkeiten oder Prüfungen. Der Nutzer wird darauf hingewiesen, dass das Angebot nicht auf eine systematische Vermittlung von berufsrelevanten Kenntnissen oder Fähigkeiten gerichtet oder dafür geeignet ist.

16. Anbieter erbringt seine Leistungen elektronisch über das Internet. Der Zugriff auf Videos erfolgt als Stream; eine dauerhafte Offline-Überlassung der Videos ist nicht geschuldet.

17. Dem Anbieter bleibt das Recht vorbehalten, die Leistungen zu erweitern sowie Verbesserungen vorzunehmen, wenn diese dem technischen Fortschritt dienen, notwendig erscheinen, um Missbrauch zu verhindern, oder wenn der Anbieter aufgrund gesetzlicher Vorschriften hierzu verpflichtet ist.

18. Hinsichtlich der kostenlos bereitgestellten Leistungen behält sich der Anbieter das Recht vor diese einzuschränken. Es besteht kein Anspruch des Nutzers auf eine bestimmte Beschaffenheit der Plattform und deren Funktionalitäten oder auf den Fortbestand des kostenlosen Leistungsumfangs.

19. Ein über die Pflichten aus diesen Bestimmungen hinausgehender Support ist nicht geschuldet, soweit nicht gesondert vereinbart.

20. Der Anbieter darf sich zur Erfüllung seiner Leistungspflichten der Hilfe Dritter bedienen.

21. Kommt der Anbieter mit der geschuldeten Leistung in Verzug, so ist der Nutzer nur dann zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt, wenn der Anbieter eine vom Nutzer gesetzte Nachfrist nicht einhält.

22. Der Leistungsort ist grundsätzlich der Sitz des Anbieters, wenn sich nicht etwas anderes aus der individuellen Vereinbarung oder der Art der Tätigkeit ergibt. Bei Präsenz-Veranstaltungen und Inhouse-Trainings ergibt sich der Leistungsort aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung bzw. dem individuellen Angebot.

23. Der Anbieter stellt den Nutzern eine mobile App in der jeweils aktuellen Version über das Internet zur Nutzung zur Verfügung. Die App wird für die Betriebssysteme iOS und Android bereitgestellt und kann in den jeweiligen App-Stores zu den dort geltenden Bedingungen des jeweiligen Storebetreibers heruntergeladen werden.
a) Voraussetzung für die Nutzung der Leistungen des Anbieters ist ein taugliches mobiles Endgerät (Smartphone). Für eine vollumfängliche Nutzung der App muss das Endgerät des Nutzers dabei den technischen Voraussetzungen entsprechen, die zum Zeitpunkt der Installation verlangt werden. Eine durchgehend bestehende Internetverbindung während der Verwendung der App ist erforderlich. Die Sicherstellung der Verfügbarkeit der Internetverbindung unterliegt der alleinigen Verantwortung des Nutzers. Dieser hat alle dafür anfallenden Kosten zu tragen.
b) Die von der App erfragten Systemberechtigungen dienen ausschließlich dem ordnungsgemäßen Betrieb der App. Nicht erteilte oder nachträglich entzogene Berechtigungen können dazu führen, dass einzelne Leistungen nicht in vollem Umfang erbracht werden können oder Fehler auftreten, die die Funktionsfähigkeit der App einschränken.

24. Der Anbieter kann den Nutzern Gutscheine sowie Einladungs- und Freischaltcodes zur Verfügung stellen. Wertgutscheine können – vorbehaltlich abweichender Angaben – als Zahlungsmittel für die auf der Plattform angebotenen Leistungen eingesetzt werden. Leistungs- oder Zugangsgutscheine sowie Einladungs- und Freischaltcodes berechtigen zur Inanspruchnahme der jeweils konkret bezeichneten Leistungen und sind, sofern nicht ausdrücklich anders geregelt, personengebunden und nicht übertragbar. Eine Barauszahlung oder Erstattung des Gutscheinwerts ist ausgeschlossen, es sei denn, zwingende gesetzliche Vorschriften sehen Abweichendes vor.

25. Die Plattform kann Werbung sowie Verlinkungen zu Angeboten selbständiger Drittanbieter („Affiliate‑Links“) enthalten, über die der Anbieter im Falle eines Vertragsschlusses oder einer sonstigen Transaktion eine Vergütung erhalten kann. Für Inhalte, Angebote und die Vertragsdurchführung auf den verlinkten Webseiten sind ausschließlich die jeweiligen Drittanbieter verantwortlich; der Anbieter ist für diese Inhalte Dritter nicht verantwortlich. Etwaige Verträge kommen ausschließlich zwischen dem Nutzer und dem Drittanbieter zustande, der Anbieter wird nicht Vertragspartner. Unbeschadet gesetzlicher Verantwortlichkeiten entfernt der Anbieter rechtswidrige oder offensichtlich missbräuchliche Inhalte und Links, sobald er hiervon Kenntnis erlangt.

 

§ 3 Registrierung

1. Im Rahmen der Registrierung muss der Nutzer verschiedene Pflichtfelder ausfüllen.

2. Nachdem die von dem Nutzer eingegebenen Daten zur Registrierung des Nutzerkontos bei dem Anbieter eingegangen sind, wird dem Nutzer zeitnah eine Verifizierungs-E-Mail geschickt, in welcher er seine E-Mail-Adresse bestätigen muss. Nach der Bestätigung seiner E-Mail-Adresse kann der Nutzer sich einloggen.

3. Die eigenständige Registrierung eines Nutzerkontos mit Zugang zu allen Funktionen der Plattform (insbesondere Community-Bereichen) ist nur volljährigen Personen (mindestens 18 Jahre) gestattet. Mit der Registrierung bestätigt der Nutzer, volljährig zu sein. Der Anbieter behält sich das Recht vor, im Einzelfall einen geeigneten Nachweis über das Alter zu verlangen und Accounts zu sperren oder zu löschen, wenn berechtigte Zweifel an der Volljährigkeit bestehen. Auf § 2 Abs. 12 wird verwiesen.

4. Der Nutzer kann für sich nur ein Konto anlegen. Das Nutzerkonto ist nicht auf einen Dritten übertragbar. Account-Sharing ist dem Nutzer ausdrücklich untersagt.

5. Die Anlegung des Nutzerkontos ist kostenlos.

 

§ 4 Präsenzveranstaltungen

1. Der Umfang der im Rahmen einer Präsenzveranstaltung zu erbringenden Leistungen ergibt sich aus der jeweiligen Veranstaltungsbeschreibung auf der Plattform, im jeweiligen Angebot, den individuellen Vereinbarungen und/oder diesen AGB. Leistungen, die nicht ausdrücklich in der Veranstaltungsbeschreibung aufgeführt sind (z. B. Anreise, Parkgebühren, Verpflegung, Unterbringung), sind nicht Bestandteil des Vertrages und sind gesondert zu vereinbaren und zu vergüten, sofern nichts Abweichendes vereinbart ist.

2. Die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen, insbesondere in den Bereichen Yoga, Meditation und Waldbaden, erfolgt auf eigene Verantwortung des Nutzers. Der Nutzer versichert mit seiner Buchung, dass er gesundheitlich in der Lage ist, an der jeweiligen Veranstaltung teilzunehmen. Es gilt ergänzend Abschnitt A § 2 Abs. 14 dieser Bedingungen.

3. Der Anbieter behält sich das Recht vor, die Teilnahme in begründeten Einzelfällen aus Sicherheitsgründen abzulehnen. Die Leistungen des Anbieters im Rahmen von Präsenzveranstaltungen stellen keine medizinische Behandlung, Psychotherapie oder Heilbehandlung dar und ersetzen eine solche nicht.

4. Der Nutzer kann seine Buchung einer Präsenzveranstaltung jederzeit vor Veranstaltungsbeginn stornieren. Die Stornierung bedarf der Textform (z. B. per E-Mail). Im Falle einer Stornierung fallen folgende Stornogebühren an, sofern in der Veranstaltungsbeschreibung nicht abweichend geregelt:
a) Stornierung bis 30 Tage vor Veranstaltungsbeginn: kostenfrei;
b) Stornierung bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 50 % des Veranstaltungspreises;
c) Stornierung weniger als 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn oder Nichterscheinen: 100 % des Veranstaltungspreises.
Dem Nutzer bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter durch die Stornierung kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

5. Der Nutzer ist berechtigt, mit Zustimmung des Anbieters einen Ersatzteilnehmer zu benennen, der an seiner Stelle an der Veranstaltung teilnimmt. Die Benennung bedarf mindestens der Textform. Der ursprüngliche Nutzer und der Ersatzteilnehmer haften gesamtschuldnerisch für den Veranstaltungspreis.

6. Der Anbieter ist berechtigt, eine Veranstaltung abzusagen oder zu verschieben, insbesondere wenn:
a) eine Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird (der Anbieter wird den Nutzer hierüber spätestens 7 Tage vor Veranstaltungsbeginn informieren);
b) der Dozent/Kursleiter aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit) verhindert ist und kein gleichwertiger Ersatz zur Verfügung steht;
c) höhere Gewalt vorliegt;
d) sonstige Umstände vorliegen, die die ordnungsgemäße Durchführung der Veranstaltung unmöglich machen oder erheblich gefährden.

7. Im Falle einer Absage durch den Anbieter erhält der Nutzer den bereits gezahlten Veranstaltungspreis vollständig zurückerstattet. Weitergehende Ansprüche des Nutzers, insbesondere auf Ersatz von Reise- und Übernachtungskosten, sind ausgeschlossen, es sei denn, der Anbieter hat die Absage vorsätzlich oder grob fahrlässig zu vertreten. Im Falle einer Verschiebung wird der Anbieter dem Nutzer einen Ersatztermin anbieten. Kann der Nutzer den Ersatztermin nicht wahrnehmen, erhält er den Veranstaltungspreis erstattet.

8. Der Nutzer ist verpflichtet, die Anweisungen des Dozenten/Kursleiters sowie die Hausordnung des jeweiligen Veranstaltungsortes zu beachten. Der Anbieter ist berechtigt, einen Nutzer bei erheblichen Verstößen gegen die Verhaltensregeln von der Veranstaltung auszuschließen. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Erstattung des Veranstaltungspreises.

9. Der Anbieter kann im Rahmen von Veranstaltungen Foto- und Videoaufnahmen zu Dokumentations- und Marketingzwecken anfertigen. Der Anbieter wird die Teilnehmer hierüber vor Veranstaltungsbeginn informieren. Die Verwendung von Aufnahmen, auf denen einzelne Teilnehmer erkennbar sind, erfolgt nur mit deren gesonderter Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

10. Soweit Präsenzveranstaltungen für Minderjährige angeboten werden, gelten ergänzend folgende Bestimmungen:
a) Sofern die Veranstaltung ohne Begleitung des Erziehungsberechtigten stattfindet, überträgt der Erziehungsberechtigte dem Anbieter bzw. dem Kursleiter für die Dauer der Veranstaltung die Aufsichtspflicht. Die Aufsichtspflicht beschränkt sich auf den Zeitraum und den Ort der Veranstaltung. Für den Hin- und Rückweg trägt der Erziehungsberechtigte die Verantwortung.
b) Der Erziehungsberechtigte hat sicherzustellen, dass der Minderjährige gesundheitlich in der Lage ist, an der Veranstaltung teilzunehmen.

 

§ 5 Prozessbegleitung (Coaching)

1. Der Nutzer kann auf der Plattform ein Angebot zur 1:1 Prozessbegleitung („Coaching“) anfragen. Der Coaching-Vertrag kommt durch die Annahme eines durch den Anbieter unterbreiteten Angebots zustande; die Annahme erfolgt in Textform. Art, Umfang, Dauer und Preis des Coachings ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung bzw. der individuellen Vereinbarung. Es gilt ergänzend Abschnitt A § 2 Abs. 14 dieser Bedingungen

2. Coaching-Termine werden individuell zwischen dem Anbieter und dem Nutzer vereinbart. Vereinbarte Termine können von beiden Seiten bis spätestens 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei in Textform abgesagt oder verschoben werden. Bei einer Absage durch den Nutzer weniger als 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin oder bei Nichterscheinen (No-Show) ist der Anbieter berechtigt, die volle Vergütung für den ausgefallenen Termin zu berechnen. Dem Nutzer bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter durch den Ausfall kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

3. Der Anbieter behandelt sämtliche im Rahmen des Coachings erlangten Informationen des Nutzers vertraulich. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht, es sei denn, der Nutzer hat ausdrücklich eingewilligt oder der Anbieter ist gesetzlich zur Offenlegung verpflichtet.

4. Der Nutzer ist verpflichtet, an der Erreichung der gemeinsam definierten Coaching-Ziele aktiv mitzuwirken. Hierzu gehört insbesondere die ehrliche und vollständige Mitteilung relevanter Informationen, die pünktliche Wahrnehmung vereinbarter Termine sowie die Umsetzung gemeinsam erarbeiteter Maßnahmen. Der Erfolg des Coachings hängt wesentlich von der aktiven Mitwirkung des Nutzers ab.

 

§ 6 Preise, Zahlungsbedingungen, Verzug

1. Die Vergütungshöhe sowie der Abrechnungsmodus bei den kostenpflichtigen Leistungen richten sich nach der jeweiligen vertraglichen Vereinbarung oder nach diesen Bedingungen.

2. Alle Preisangaben verstehen sich als Brutto-Europreise inkl. der jeweils gültigen gesetzlichen Mehrwertsteuer, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.

3. Soweit verfügbar, werden Abonnements als Monats- oder Jahresabonnements abgeschlossen. Die genauen Modalitäten sowie die Zahlungsoptionen ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung und/oder dem Angebot. Bei Abschluss des Vertrages wird die Zahlung sofort fällig.

4. Bei Kaufverträgen ist die Vergütung mit Rechnungsstellung zur Zahlung fällig. Bei Abonnements wird die Vergütung im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum fällig.

5. Nutzer, die Unternehmer sind, geraten in Verzug, wenn sie innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit nicht geleistet haben.

6. Verbraucher geraten ebenso innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit in Verzug, wenn sie auf diese Folge in der Rechnung oder Zahlungsaufforderung hingewiesen wurden.

7. Der Anbieter ist berechtigt, für jede Mahnung pauschale Mahnkosten in Höhe von 2,50 € gegenüber dem Nutzer geltend zu machen. Dem Nutzer ist der Nachweis gestattet, dass kein oder nur ein geringerer Schaden entstanden ist. Die Geltendmachung weiterer Mahnkosten bleibt ausdrücklich vorbehalten.

8. Bei Coaching-Leistungen sowie Inhouse-Trainings und vergleichbaren Firmenschulungen kann der Anbieter – soweit nicht anders vereinbart – eine angemessene Anzahlung verlangen. Höhe und Fälligkeit der Anzahlung sowie der Restvergütung ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot oder der Leistungsbeschreibung.

9. Gegenüber Nutzern, die Unternehmer sind, ist die Aufrechnung mit Gegenforderungen sowie die Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts nur zulässig, sofern die Gegenforderung unbestritten oder rechtskräftig festgestellt ist oder auf demselben Vertragsverhältnis beruht.

 

§ 7 Laufzeit, Kündigung, Sperrung

1. Soweit nicht anders vereinbart, haben Abonnements eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten. Der Nutzer kann das Abonnement innerhalb der Mindestlaufzeit jederzeit mit Wirkung zum Ende dieses Zeitraums kündigen.

2. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängern sich Abonnements automatisch auf unbestimmte Zeit. Während dieser Verlängerung kann der Nutzer den Vertrag jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen.

3. Die Kündigung kann in Textform (z. B. per E‑Mail) oder online über die bereitgestellte Kündigungsfunktion erfolgen.

4. Verträge mit einer automatischen Beendigung bedürfen keiner Kündigung und enden automatisch mit Erreichen des Laufzeitendes.

5. Der Nutzungsvertrag über die unentgeltliche Nutzung der Plattform wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.

6. Nutzer können den kostenlosen Nutzungsvertrag jederzeit durch Löschung ihres Nutzerkontos kündigen. Die Löschung des Nutzerkontos führt jedoch nicht automatisch zur Beendigung eines gegebenenfalls bestehenden kostenpflichtigen Abonnements. Abonnementverträge müssen vom Nutzer gesondert gekündigt werden, sofern keine automatische Beendigung vorgesehen ist. Der Nutzer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei Fortbestehen eines kostenpflichtigen Abonnementvertrags auch nach Löschung des kostenlosen Nutzerkontos weiterhin Zahlungspflichten bestehen können.

7. Der Anbieter ist berechtigt ein Nutzerkonto unter bestimmten Voraussetzungen vorübergehend zu sperren. Vor der Sperrung eines Nutzerkontos ist dem Nutzer in der Regel eine Abmahnung mit angemessener Frist zur Abhilfe zu erteilen. Eine sofortige Sperrung ohne vorherige Abmahnung ist nur zulässig, wenn der Verstoß besonders schwerwiegend ist oder eine Abmahnung im Einzelfall offensichtlich erfolglos wäre. Bei fortgesetztem oder besonders schwerwiegendem Verstoß ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag gemäß Absatz 8 zu kündigen. Die Sperrung kommt insbesondere in Frage, wenn
a. ein Nutzer gegen seine Pflichten aus diesen Geschäftsbedingungen wiederholt verstößt und trotz Abmahnung durch den Anbieter dieses Verhalten nicht abgestellt hat,
b. der Nutzer bei der Anmeldung wesentlich unrichtige oder irreführende Angaben, die die Vertragsdurchführung beeinträchtigen gemacht hat,
c. der Nutzer schuldhaft und offenkundig gegen Rechte Dritter verstößt oder
d. der Nutzer die Leistungen der Plattform missbraucht (z. B. durch Umgehung von Sicherheitsmechanismen, Nutzung von Malware oder Manipulation der Inhalte).

8. Wenn das Konto des Nutzers von dem Anbieter gesperrt wurde, ist der Nutzer grundsätzlich nicht berechtigt, sich erneut anzumelden. Eine erneute Anmeldung ist nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters zulässig.

9. Das Recht auf fristlose Kündigung aus wichtigem Grund wird durch die vorstehenden Regelungen nicht berührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn
a. der Nutzer mit seiner Zahlungsverpflichtung zwei Monate in Verzug ist,
b. der Nutzer gegen seine Pflichten aus diesen Geschäftsbedingungen wiederholt, erheblich verstößt und trotz Abmahnung oder vorangegangener vorübergehender Sperrung durch den Anbieter dieses Verhalten nicht abgestellt hat oder
c. bereits die Schwere eines einzelnen Verstoßes dazu geeignet ist die fristlose Kündigung auszusprechen, insbesondere wenn der Verstoß etwa strafrechtlich relevant ist oder zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Plattform-Funktionalität oder Rechten Dritter führt.

10. Erfolgt die außerordentliche Kündigung im Sinne von Absatz 9 vor Ablauf eines bereits im Voraus bezahlten Abrechnungszeitraums, wird der zu viel entrichtete Betrag anteilig, berechnet ab dem Tag des Wirksamwerdens der Kündigung, an den Nutzer zurückerstattet. Dies gilt nicht, soweit die zu erbringende Leistung bereits vollständig erbracht wurde oder der Nutzer den Grund für die Kündigung zu vertreten hatte. Gesetzliche Mängelrechte und zwingende Verbraucherschutzvorschriften bleiben hiervon unberührt.

11. Erfolgt während eines laufenden Abonnements eine rechtmäßige Sperrung des Nutzerkontos gemäß Absatz 7 aufgrund eines erheblichen, vom Nutzer zu vertretenden Verstoßes, kann der Anbieter für den Zeitraum der Sperrung die auf diesen Zeitraum anteilig entfallene Vergütung als angemessenen pauschalierten Schadensersatz einbehalten, sofern die Sperrung erforderlich und verhältnismäßig ist und die weitere Erbringung der vertraglichen Leistungen insgesamt unzumutbar ist oder nicht selektiv fortgeführt werden kann. Dem Nutzer steht es frei, die Rechtmäßigkeit der Sperrung zu beanstanden und nachzuweisen, dass keine oder nur eine unerhebliche Pflichtverletzung vorlag und dem Anbieter kein oder nur ein geringerer Schaden entstanden ist.

 

§ 8 Mitwirkungspflichten

1. Die Pflichten des Nutzers ergeben sich aus den Leistungsbeschreibungen vor Vertragsschluss sowie den individuellen Vereinbarungen und/oder diesen Geschäftsbedingungen.

2. Die Parteien arbeiten vertrauensvoll zusammen. Erkennt eine Vertragspartei, dass Angaben und Anforderungen, gleich ob eigene oder solche der anderen Vertragspartei, fehlerhaft, unvollständig, nicht eindeutig oder nicht durchführbar sind, hat sie dies und die ihr erkennbaren Folgen der anderen Partei unverzüglich mitzuteilen. Die Parteien werden dann nach einer interessengerechten Lösung suchen und anstreben, diese, gegebenenfalls nach den Bestimmungen über Leistungsänderungen, zu erreichen. Die Aufzählung der genannten Verpflichtungen ist dabei nicht abschließend.

3. Insbesondere erbringt der Nutzer folgende Leistungen unentgeltlich:

a) Der Nutzer ist verpflichtet, bei Abschluss des Vertrages und im Rahmen der Nutzung der Plattform und/oder der App seine Daten vollständig und wahrheitsgemäß anzugeben. Er wird zu Beginn der Leistungen alle benötigten oder angeforderten Daten, Inhalte und weitere Informationen vollständig und wahrheitsgemäß vorlegen. Sollten sich Änderungen ergeben, sind diese gegenüber dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.

b) Es dürfen keine Inhalte geteilt werden, die gegen Rechte Dritter, insbesondere gegen Eigentums-, Urheber-, Namens-, Leistungsschutz- oder Markenrechte verstoßen, die unter Hassrede oder Mobbing fallen, die gewaltverherrlichender, extremistischer, menschenverachtender oder pornografischer Art sind oder sonst gegen Bestimmungen des Strafgesetzbuchs verstoßen.

c) Der Nutzer ist verpflichtet, die von dem Anbieter bereitgestellte Plattform und deren Inhalte sowie die App nur für die vertraglich vereinbarten Zwecke zu verwenden.

d) Der Nutzer ist verpflichtet, seine Login-Daten und sein Passwort geheim zu halten und Dritten nicht zugänglich zu machen. Er ist – soweit ihn ein Verschulden trifft – für alle Aktivitäten, die über sein Nutzerkonto erfolgen im vollen Umfang selbst verantwortlich. Er informiert den Anbieter unverzüglich bei Verdacht eines Missbrauchs.

e) Der Nutzer ist verpflichtet, sämtliche im Rahmen der Plattform und/oder der App vermittelten Inhalte, insbesondere körperlich orientierte Übungen, Bewegungsabläufe oder ähnliche Empfehlungen nur im Rahmen seiner persönlichen körperlichen Leistungsfähigkeit und gesundheitlichen Verfassung eigenverantwortlich umzusetzen. Der Nutzer hat selbst dafür Sorge zu tragen, dass die Durchführung der gezeigten oder beschriebenen Techniken keine gesundheitlichen Risiken für ihn darstellt. Im Zweifelsfall empfiehlt der Anbieter, immer vorab ärztlichen oder fachkundigen Rat einzuholen.

f) Der Nutzer wird sicherstellen, dass er die für die Nutzung der Plattform und/oder der App sowie der jeweiligen Leistungen erforderlichen technischen Voraussetzungen erfüllt und insbesondere über einen aktuellen, gängigen Browser und eine stabile Breitband-Internetverbindung verfügt sowie – soweit kostenpflichte Inhalte im PDF-Format bereitgestellt werden – einen gängigen PDF-Reader installiert hat.

g) Die Nutzung durch Crawler, Webagenten oder ähnliche Softwaretools, die einer vertragsgemäßen, üblichen Nutzung widersprechen, ist dem Nutzer untersagt. Er verpflichtet sich, seine Daten und Informationen vor der Eingabe auf Viren oder sonstige schädliche Komponenten zu prüfen und hierzu dem Stand der Technik entsprechende Virenschutzprogramme einzusetzen.

h) Der Nutzer ist verpflichtet, bereitgestellte App-Updates in angemessener Zeit zu installieren.

i) Soweit ein Erziehungsberechtigter eine Leistung für einen Minderjährigen bucht, gilt zusätzlich folgendes:
i. Der Erziehungsberechtigte ist verpflichtet, die Nutzung der Plattform durch das minderjährige Kind zu beaufsichtigen und sicherzustellen, dass die Inhalte für das Kind geeignet sind. Er trägt die Verantwortung dafür, dass das Kind die Plattform nur im Rahmen der gebuchten Leistungen nutzt.
ii. Er ist verpflichtet, den Anbieter vor Buchung über gesundheitliche Einschränkungen, Allergien oder sonstige Besonderheiten des Minderjährigen zu informieren, soweit diese für die Teilnahme an den gebuchten Leistungen relevant sein können.
iii. Für die datenschutzrechtliche Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten des Minderjährigen ist der Erziehungsberechtigte verantwortlich (Art. 8 DSGVO).

4. Für den Fall, dass urheberrechtlich relevante Werke hochgeladen werden, räumt der Nutzer dem Anbieter ein einfaches, räumlich, zeitlich und inhaltlich beschränktes Nutzungsrecht zur bestimmungsgemäßen Verwendung innerhalb der Plattform ein. Insbesondere wird das Recht eingeräumt, das jeweilige Werk zu veröffentlichen und/oder veröffentlichen zu lassen und/oder öffentlich zugänglich zu machen und/oder öffentlich zugänglich machen zu lassen. Der Nutzer verpflichtet sich sicherzustellen, dass er die Rechte an dem jeweiligen Werk hat und – falls Personen abgebildet sind – diese mit der Veröffentlichung einverstanden sind oder die Veröffentlichung anderweitig gerechtfertigt ist.

5. Der Anbieter ist berechtigt, Community‑Inhalte zu prüfen, zu moderieren, zu sperren oder zu löschen und bei Verstößen Verwarnungen auszusprechen, Zugänge vorübergehend zu sperren, soweit diese gegen gesetzliche Vorschriften, Rechte Dritter oder diese Geschäftsbedingungen verstoßen. Der Anbieter ist jedoch nicht verpflichtet, die von Nutzern auf der Plattform veröffentlichten Inhalte aktiv zu überwachen oder auf ihre Rechtmäßigkeit, Richtigkeit oder Vollständigkeit zu prüfen. Für Inhalte, die von Nutzern oder Dritten auf der Plattform eingestellt werden, ist ausschließlich der jeweilige Urheber bzw. Nutzer verantwortlich. Auf § 7 dieser Bedingungen wird verwiesen.

6. Der Nutzer ist verpflichtet, die auf der Plattform veröffentlichten Community-Regeln/Netiquette in der jeweils abrufbaren Fassung einzuhalten. Verstöße gegen die Community-Regeln/Netiquette können, je nach Einzelfall, Maßnahmen nach § 7 Absatz 7 (Abmahnung, Sperrung) nach sich ziehen. Der Anbieter macht die Community-Regeln leicht zugänglich bekannt und informiert in geeigneter Weise über wesentliche Änderungen.

 

§ 9 Gewährleistung, Haftung

1. Für etwaige Mängel stehen dem Nutzer gesetzliche Gewährleistungsrechte zu, es sei denn, in diesen AGB ist etwas anderes bestimmt. Für Verbraucher werden die Gewährleistungsrechte durch diese AGB nicht beschränkt. Für Mängel der kostenpflichtigen digitalen Dienste gelten die gesetzlichen Rechte des Nutzers, insbesondere nach §§ 327 ff. BGB; von diesen Rechten abweichende Vereinbarungen gelten nur, soweit sie gesetzlich zulässig sind.

2. Die Haftung des Anbieters für Mängel an den kostenlosen Diensten ist auf den Fall beschränkt, dass der Anbieter gegenüber dem Nutzer einen Mangel arglistig verschweigt. Der Nutzer hat bei kostenlosen Diensten keine Ansprüche auf Mängelbeseitigung durch den Anbieter.

3. Hinsichtlich der kostenlosen Dienste schuldet der Anbieter keine Mindestverfügbarkeiten für die Erreichbarkeit der Plattform/ Server. § 536 a Abs. 1, 1. Alt. BGB, der einen verschuldensunabhängigen Schadensersatzanspruch des Nutzers gegen den Anbieter beinhaltet, ist ausgeschlossen.

4. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass die bereitgestellten Inhalte zu der Erreichung eines bestimmten vom Nutzer angestrebten Lernerfolgs oder individuellen Fortschritts führen. Es gilt ergänzend Abschnitt A § 2 Abs. 14 dieser Bedingungen.

5. Bei entgeltlichen Leistungen gewährleistet der Anbieter eine Erreichbarkeit seiner Server von 98,5 % im Jahresmittel. Der Anbieter haftet nicht für Ansprüche, die daraus entstehen, dass die Plattform vorübergehend, insbesondere auf Grund von Wartungsarbeiten nicht zur Verfügung steht, sofern der Ausfall eine Gesamtzeit nicht mehr als 1,5 % eines Jahres pro Kalenderjahr beträgt und bei längeren Ausfällen kein Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen. Bei Ausfällen von Diensten wegen einer außerhalb des Verantwortungsbereiches des Anbieters liegenden Störung erfolgt keine Rückvergütung von Entgelten. Maßnahmen, die der Feststellung und Behebung von Funktionsstörungen dienen, werden nur dann zu einer vorübergehenden Unterbrechung oder Beeinträchtigung der Erreichbarkeit führen, wenn dies aus technischen Gründen zwingend notwendig ist.

6. Bei Kaufverträgen gilt das Folgende:
a. Der Nutzer wird, soweit es sich um ein beiderseitiges Handelsgeschäft im Sinne des Handelsgesetzbuches handelt, die bestellten Waren unverzüglich nach der Ablieferung untersuchen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Vollständigkeit der Waren sowie der jeweiligen Funktionsfähigkeit. Mängel, die hierbei festgestellt werden oder ohne weiteres feststellbar sind, müssen dem Anbieter unverzüglich mitgeteilt werden. Beizufügen ist eine detaillierte Mängelbeschreibung. Unterlässt der Nutzer die Anzeige, so gilt die Ware als genehmigt, es sei denn, dass es sich um einen Mangel handelt, der bei der Untersuchung nicht erkennbar war.
b. Mängel der Waren, die im Rahmen der ordnungsgemäßen Untersuchung gemäß Buchst. a) nicht feststellbar sind, müssen dem Anbieter unverzüglich nach deren Entdeckung mitgeteilt werden, soweit es sich um ein beiderseitiges Handelsgeschäft handelt; anderenfalls gilt die Ware auch in Ansehung dieses Mangels als genehmigt.
c. Sofern der Kunde Unternehmer ist, beträgt die Gewährleistungsfrist der Rechte aus § 437 Nr. 1 und Nr. 3 BGB für neue Artikel abweichend von § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB ein Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Für Verbraucher gilt im Fall von § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB die gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren.

7. Der Anbieter haftet unbeschränkt für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden, bei arglistigem Verschweigen von Mängeln, bei Übernahme einer Beschaffenheitsgarantie, für Ansprüche aufgrund des Produkthaftungsgesetzes sowie für Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

8. Für sonstige Schäden haftet der Anbieter nur, sofern eine Pflicht verletzt wird, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht). Bei einfach fahrlässiger Verletzung einer Kardinalpflicht ist die Haftung summenmäßig beschränkt auf die Höhe des vorhersehbaren Schadens, mit dessen Entstehung typischerweise gerechnet werden muss.

9. Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten auch für die Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

10. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.

 

§ 10 Nutzungsrechte an Inhalten, technische Schutzmaßnahmen

1. Die durch den Anbieter zur Verfügung gestellten digitalen Inhalte (wie z. B. Videos, PDFs oder sonstiges Material) sind urheberrechtlich geschützt.

2. Der Anbieter räumt dem Nutzer ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares, zeitlich auf die Vertragslaufzeit begrenztes Recht zur Nutzung der Inhalte für den bestimmungsgemäßen privaten Gebrauch im Rahmen der Plattform und/oder der App. Die Inhalte dürfen weder vervielfältigt, verbreitet, öffentlich zugänglich gemacht, verändert oder auf sonstige Weise kommerziell genutzt werden. Die Weitergabe von Bildschirmaufnahmen, Bildschirmaufzeichnungen oder sonstigen Reproduktionen der Inhalte ist unzulässig.

3. Die im Rahmen der kostenpflichtigen Leistungen bereitgestellten PDFs dürfen nach rechtmäßigem Download zeitlich unbefristet gespeichert und genutzt werden. Diese Nutzung beschränkt sich auf den privaten Gebrauch. Eine weitergehende Verwendung (z. B. kommerzielle Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung) sowie die Weitergabe an Dritte ist ausdrücklich untersagt.

4. Das Nutzungsrecht des Nutzers beschränkt sich ausschließlich auf das bestimmungsgemäße Nutzen der von dem Anbieter zur Verfügung gestellten Inhalte im Rahmen der Plattform und/oder der App und hat dabei zu jeder Zeit das geltende Recht, insbesondere das Strafrecht, das Jugendschutzgesetz und die geistigen Eigentumsrechte dem Anbieter sowie diese Geschäftsbedingungen, zu beachten. Ein anderweitiges Verwenden etwaiger Inhalte ist nicht gestattet. Im Fall der kostenpflichtigen Inhalte erfolgt die Rechteeinräumung unter der aufschiebenden Bedingung der vollständigen Entrichtung der für das jeweilige kostenpflichtige Abonnement vereinbarten Vergütung.

5. Der Nutzer darf technische Schutzmaßnahmen (z. B. Wasserzeichen, Zugriffsbeschränkungen) nicht umgehen oder entfernen. Dies gilt auch für technische Maßnahmen, die die Anfertigung von Bildschirmaufnahmen oder Mitschnitten verhindern oder erschweren.

 

§ 11 Höhere Gewalt

Der Anbieter ist von der Leistungspflicht in Fällen höherer Gewalt befreit. Als höhere Gewalt gelten alle unvorhergesehenen Ereignisse sowie solche Ereignisse, deren Auswirkungen auf die Vertragserfüllung von keiner Partei zu vertreten sind. Zu diesen Ereignissen zählen insbesondere rechtmäßige Arbeitskampfmaßnahmen, auch in Drittbetrieben, sowie behördliche Maßnahmen, Epidemien und Pandemien.

 

§ 12 Schlussbestimmungen

1. Änderungen oder Ergänzungen des jeweiligen Vertrages sowie dieser allgemeinen Geschäftsbedingungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit mindestens der Textform. Dies umfasst auch diese Formklausel. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.

2. Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

3. Sollte eine Bestimmung dieser Vereinbarung unwirksam sein oder während der Vertragsdauer unwirksam werden, so wird diese Vereinbarung in allen übrigen Bestimmungen dadurch nicht berührt und gilt unverändert weiter.

 

Abschnitt B: Besondere Bestimmungen für Geschäftskunden

§ 1 Geltungsbereich

1. Die nachfolgenden Bestimmungen gelten ausschließlich und ergänzend für Verträge mit Nutzern, die Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sind und Leistungen des Anbieters im Rahmen von Firmenbuchungen, Inhouse-Trainings oder vergleichbaren Geschäftskundenvereinbarungen beziehen (nachfolgend: „Geschäftskunde”).

2. Im Verhältnis zu Geschäftskunden gelten die allgemeinen Bestimmungen des Abschnitts A ergänzend, soweit in diesem Abschnitt B nichts Abweichendes geregelt ist. Bei Widersprüchen gehen die Bestimmungen dieses Abschnitts B vor.

 

§ 2 Vertragsschluss, Leistungsumfang bei Firmenbuchungen

1. Unternehmer können mit dem Anbieter gesonderte Verträge über Inhouse-Trainings, Team-Workshops, Kurskontingente und vergleichbare Firmenschulungen schließen. Vertragspartner ist das jeweilige Unternehmen. Die für das Unternehmen handelnde Person versichert, zur Vertretung des Unternehmens berechtigt zu sein.
2. Firmenbuchungen und Inhouse-Trainings werden auf Grundlage eines individuellen Angebots des Anbieters vereinbart. Der Vertrag kommt durch die Bestätigung des unveränderten Angebots durch den Geschäftskunden in Textform zustande. Angebote des Anbieters sind 14 Tage gültig, sofern nicht anders angegeben.

3. Der konkrete Leistungsumfang, die Anzahl der Teilnehmer, der Veranstaltungsort, der Zeitraum sowie die Vergütung ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot, der individuellen Vereinbarung und/oder diesen AGB.

4. Im Rahmen von Firmenbuchungen erhält der Geschäftskunde Gutscheincodes, die er an seine Mitarbeiter weitergibt. Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, einen eigenen Nutzer-Account auf der Plattform anzulegen und den Gutscheincode im Shop einzulösen, um den gebuchten Kurs oder die gebuchte Leistung freizuschalten.

5. Die Gutscheincodes sind nicht übertragbar auf Personen außerhalb des Unternehmens des Geschäftskunden und dürfen nicht an Dritte weitergegeben, verkauft oder anderweitig verwertet werden. Der Geschäftskunde stellt sicher, dass die Gutscheincodes ausschließlich von seinen Mitarbeitern eingelöst werden.

6. Jeder Mitarbeiter-Account ist personengebunden. Die Zugangsdaten dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. Der Geschäftskunde ist verpflichtet, seine Mitarbeiter über diese Pflicht zu informieren.

7. Der Geschäftskunde haftet gegenüber dem Anbieter für die Einhaltung dieser AGB durch seine Mitarbeiter, soweit diese die Plattform im Rahmen der Firmenbuchung nutzen. Der Geschäftskunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen frei, die aus einer vertragswidrigen Nutzung der Plattform durch seine Mitarbeiter entstehen.

8. Bei Beendigung des Vertragsverhältnisses oder bei Ausscheiden eines Mitarbeiters aus dem Unternehmen des Geschäftskunden erlischt das Recht des betreffenden Mitarbeiters zur Nutzung der über den Gutscheincode freigeschalteten Leistungen, sofern nicht individuell anders vereinbart. Der Geschäftskunde ist verpflichtet, den Anbieter unverzüglich über das Ausscheiden von Mitarbeitern zu informieren.

 

§ 3 Mitwirkungspflichten des Geschäftskunden

1. Der Geschäftskunde ist verpflichtet, alle für die Leistungserbringung erforderlichen Mitwirkungshandlungen rechtzeitig und unentgeltlich zu erbringen. Ergänzend zu den in Abschnitt A geregelten Mitwirkungspflichten, sind insbesondere folgende Leistungen unentgeltlich zu erbringen:
a) die rechtzeitige Bereitstellung geeigneter Räumlichkeiten und technischer Ausstattung (z. B. Beamer, Leinwand, Flipchart, WLAN) für Inhouse-Veranstaltungen, sofern die Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Geschäftskunden stattfindet;
b) die rechtzeitige Benennung eines Ansprechpartners für die organisatorische Abstimmung;
c) die rechtzeitige Mitteilung der Teilnehmerzahl und der Teilnehmerdaten, soweit für die Durchführung erforderlich;
d) die Information der Teilnehmer über die Veranstaltungsinhalte, den Ablauf und ggf. erforderliche Vorbereitungen (z. B. bequeme Kleidung für Yoga-Kurse);
e) die Sicherstellung, dass die Teilnehmer gesundheitlich in der Lage sind, an den jeweiligen Veranstaltungen teilzunehmen, insbesondere bei körperlichen Übungen (Yoga, Waldbaden). Der Geschäftskunde wird die Teilnehmer vorab auf die Eigenverantwortlichkeit gemäß Abschnitt A § 4 Abs. 2 dieser Bedingungen hinweisen;
f) die Einhaltung der geltenden Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorschriften am Veranstaltungsort.

2. Kommt der Geschäftskunde seinen Mitwirkungspflichten nicht rechtzeitig nach und verzögert sich dadurch die Leistungserbringung des Anbieters, verlängern sich vereinbarte Fristen entsprechend. Der Anbieter ist berechtigt, entstandene Mehrkosten dem Geschäftskunden in Rechnung zu stellen.

3. Kommt der Geschäftskunde trotz angemessener Fristsetzung seinen Mitwirkungspflichten nicht nach, ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen. Der Vergütungsanspruch des Anbieters für bereits erbrachte Leistungen und nachweislich entstandene Aufwendungen bleibt hiervon unberührt.

 

§ 4 Stornierung und Absage von Terminen

1. Der Geschäftskunde kann eine Firmenbuchung jederzeit vor Veranstaltungsbeginn stornieren. Die Stornierung bedarf der Textform. Im Falle einer Stornierung fallen folgende Stornogebühren an, sofern nicht individuell abweichend vereinbart:
a) Stornierung bis 30 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 25 % der vereinbarten Vergütung;
b) Stornierung bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 50 % der vereinbarten Vergütung;
c) Stornierung weniger als 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 100 % der vereinbarten Vergütung.

2. Dem Geschäftskunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter durch die Stornierung kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

3. Der Anbieter ist berechtigt, eine Firmenbuchung abzusagen oder zu verschieben, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (z. B. Krankheit des Dozenten, höhere Gewalt). Abschnitt A § 4 Nr. 6 gilt entsprechend.

 

§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen

1. Die Vergütung für Firmenbuchungen und Inhouse-Trainings ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

2. Sofern nicht individuell anders vereinbart, ist die Vergütung wie folgt fällig:
a) 50 % der Vergütung bei Auftragsbestätigung (Anzahlung);
b) 50 % der Vergütung nach Durchführung der Veranstaltung bzw. Erbringung der Leistung.

3. Rechnungen sind sofort zur Zahlung fällig.

4. Reise- und Übernachtungskosten des Anbieters für Inhouse-Veranstaltungen beim Geschäftskunden werden, sofern nicht anders vereinbart, gesondert nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet.

 

§ 6 Vertraulichkeit

1. Beide Parteien verpflichten sich, sämtliche im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei (insbesondere Geschäftsgeheimnisse, interne Abläufe, Mitarbeiterdaten) vertraulich zu behandeln, nur zur Durchführung des Vertrages zu verwenden und nicht ohne vorherige Zustimmung der anderen Partei an Dritte weiterzugeben.

2. Von der Vertraulichkeit ausgenommen sind Informationen, die (i) zum Zeitpunkt der Offenlegung allgemein bekannt oder ohne Verstoß gegen diesen Vertrag öffentlich zugänglich sind, (ii) der empfangenden Partei vor Offenlegung rechtmäßig bekannt waren oder von einem Dritten rechtmäßig überlassen wurden, ohne dass eine Vertraulichkeitspflicht verletzt wurde, oder (iii) aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, rechtskräftiger gerichtlicher Entscheidungen oder behördlicher Anordnungen offengelegt werden müssen. Im letztgenannten Fall hat die empfangende Partei die offenlegende Partei, soweit rechtlich zulässig, unverzüglich zu informieren.

 

Stand: 01.06.2026