Kundalini Yoga wird auch als das Yoga des Bewusstseins bezeichnet. Es führt Dich raus aus dem Kopf, hinein in den Körper — und somit hinein ins Spüren.
Das Wort Kundalini beschreibt die uns allen innewohnende Urkraft. Manche Kulturen nennen sie auch Chi. Es wird angenommen, dass diese Energie wie eine zusammengerollte „Schlange" am unteren Ende der Wirbelsäule schläft, bis sie - idealerweise sanft - erweckt wird.
Symbolisch gesprochen bringt die Kundalini Energie mehr „Licht" in Deinen Körper und leuchtet die Stellen in Dir aus, die bislang im Verborgenen geschlummert haben. Dadurch gewinnst Du mehr Selbstbewusstsein. Und ich meine das wörtlich: sich seiner selbst bewusst sein.
Denn unser Körper ist wie die Festplatte eines Computers, auf der jegliche Erinnerungen, Ängste, Traumata und vieles mehr gespeichert werden. Wenn wir diese „Speicherpunkte" vergessen, verdrängen oder stillschweigend hinnehmen, können sie mit der Zeit toxische Muster und Krankheiten in uns ausbilden.
Kundalini Yoga ist für mich der konstante, sanfte Weg, genau dort hinzuschauen und dabei immer ein kleines Stückchen näher zur eigenen wahren Natur zu kommen. Das oft rezitierte Mantra „Sat Nam" steht für „wahre Identität, wahrer Wesenskern": die reine Seele, frei von Konditionierungen.
Im Gegensatz dazu steht das Ego, der Verstand, der uns am liebsten in der Komfortzone festhalten möchte. Oft durch das Einstreuen ängstlicher Gedanken, warum wir dies und das nicht tun können — oder warum wir für irgendetwas nicht gut genug seien.
Was C.G. Jung über Kundalini dachte
Die Faszination für diese Energie ist übrigens keine Esoterik-Mode. Der Schweizer Psychiater C.G. Jung hat bereits 1932 ein ganzes Seminar über die Psychologie des Kundalini Yoga gehalten. Für Jung war die Kundalini kein exotisches Kuriosum, sondern ein erstaunlich präzises Symbolsystem für das, was er selbst Individuation nannte: den Weg, die eigenen unbewussten Anteile Schritt für Schritt ins Bewusstsein zu holen und zu integrieren.
Die Chakren las er dabei als Landkarte der inneren Entwicklung. Vom instinkthaften Überleben bis hin zum klaren Bewusstsein. Was mich daran berührt: Jung beschrieb aus psychologischer Sicht genau das, was ich im Kundalini Yoga körperlich erfahre. Wandlung beginnt nicht im Kopf, sondern in den Schichten darunter.
Eine Sache hat Jung damals auch gesagt, und die unterschreibe ich sofort: Wir im Westen sollten östliche Wege nicht blind kopieren, sondern sie mit unserem eigenen Boden verbinden.
Meine Einladung an Dich
Genau deshalb gehört bei mir beides zusammen: Ich zeige Dir Techniken, die diese Energie aktivieren können und genauso Techniken, mit denen Du sie in Balance bringst und Dich erdest. Meine Kundalini Yoga Stunden sind dabei immer eine Einladung, die Grenze Deiner Komfortzone bewusst wahrzunehmen. Und vielleicht auch mal einen kleinen Schritt darüber hinaus zu wagen.